Prolog :  The Danish School System

Royal Danish Ministry of Foreign Affairs

In Denmark, education is regarded as an ’equality-promoting formative tool’ and primary and lower secondary education, i.e. the local authority schools for children (folkeskole), is therefore comprehensive, with no separation of the pupils according to for instance abilities or social background. In this factsheet, you can read more about the Danish educational system.

Charakteristisch für das dänische Bildungssystem sind eine Reihe von Prinzipien: Es gibt eine neunjährige Unterrichtspflicht, jedoch keine Schulpflicht. Ausbildung wird als „gleichheitsförderndes Bildungswerkzeug” angesehen, und daher ist die Grundschule (folkeskole), d.h. die kommunale Schule für Kinder, eine Einheitsschule, in der die Schüler z.B. nicht nach Fähigkeiten oder sozialer Stellung unterschieden werden. Das Klassenlehrer-System ist sehr verbreitet, wobei derselbe Lehrer die Klasse die Grundschuljahre hindurch begleitet und besondere Verantwortung für die allseitige und persönliche Entwicklung der Schüler trägt.

Pädagogische Zielsetzungen
Das übergeordnete Bildungsziel in Dänemark lautet, dass möglichst Viele eine qualifizierende Ausbildung erhalten, wobei ebenso auf ein größeres Zusammenspiel mit dem Erwachsenen- und Weiterbildungssystem hin gearbeitet wird. Ein wichtiges Instrument, um die Erreichung der Ziele zu gewährleisten, ist das 1999 eingerichtete Dänische Institut für Evaluation, eine selbständige Einrichtung im Rahmen des Ministeriums für Bildung, das die Kontrolle und Bewertung sämtlicher Bildungsbereiche, ausgenommen die so genannten Freien Grundschulen, zur Aufgabe hat.

Die Rollenverteilung zwischen Staat, Kreisen und Gemeinden
Die Leitung und die Verteilung der Aufgaben im Bildungsbereich ist auf Staat, Kreise und Gemeinden je nach Art der Ausbildung verteilt, und nicht zuletzt für den Grundschulsektor ist eine hohe Dezentralisierung typisch.

Das Ministerium für Bildung, dessen Aufgaben u.a. in der übergeordneten Kontrolle von Ausbildung und Einrichtungen, darunter die Festlegung von Bildungszielen und –rahmen sowie Prüfungsanforderungen, liegen, hat drei Leitungsebenen: das Amt für Bildung (Uddannelsesstyrelsen), das für Fragen zu pädagogisch-juristischen Bedingungen auf allen Ebenen des Bildungssystemes zuständig ist, das Amt für Institutionen (Institutionsstyrelsen), das u.a. Aufgaben in den Bereichen Finanzkontrolle, Zuschüsse und allgemeine Bedingungen der Einrichtungen wahrnimmt, und das Amt für Ausbildungsförderung (SU-styrelsen), das die Fördermittel verwaltet, die der Staat Personen gewährt, die sich in der Ausbildung befinden: die Staatliche Ausbildungsförderung (Statens Uddannelsesstøtte, SU) und die Staatliche Erwachsenen-Ausbildungsförderung (Statens Voksenuddannelsesstøtte, SVU).

Die Grundschule unterliegt der kommunalen Verwaltung, wobei das Ministerium für Bildung Ziele, zentrale Kenntnis-und Fertigkeitsbereiche und Anforderungen der Abschlussprüfungen der Grundschule festlegt und Richtlinien für Lehrpläne u.a. bestimmt. Die kommunalen Verwaltungen sind u.a. für die Finanzen und die Aufsicht an den kommunalen Schulen verantwortlich. Dem Einfluss der Eltern wird von allen Partnern der Schule entscheidende Bedeutung für den Nutzen für den einzelnen Schüler insbesondere während des Besuchs der Grundschule beigemessen. Dies kommt in der Grundschule formal durch die so genannten Schulvorstände zum Ausdruck, die aus 5 bis 7 Elternvertretern, 2 Mitarbeitervertretern und 2 Schülervertretern bestehen; die Schulleitung übernimmt die Sekretariatsfunktion. Der Schulvorstand, dessen Tätigkeit 4 Jahre dauert, beaufsichtigt den Betrieb der Schule und legt dafür entsprechende Prinzipien fest.

Für die allgemeine Ausbildung an Gymnasien gilt, dass diese in den Verantwortungsbereich der Kreise fällt, wogegen das Ministerium für Bildung für die Kontrolle der Unterrichtsinhalte und die Durchführung der Abiturprüfungen zuständig ist. Bei den weiterführenden Ausbildungsgängen, wo besonders die kurzen und mittelfristigen Studiengänge oft von Einrichtungen freier Trägerschaften angeboten werden, legen die einzelnen Institutionen unter Einbeziehung der Studenten u.a. die Studienordnungen für die einzelnen Studiengänge fest. Dies erfolgt innerhalb der vorgegebenen Rahmen des Ministeriums für Bildung oder des Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Innovation, das für die längeren weiterführenden Ausbildungsgänge zuständig ist.

Vorschule, Grundschule und Freie Schulen
Fast alle Kinder beginnen innerhalb des Bildungssystems -noch vor der ersten Grundschulklasse -mit dem Besuch einer 1-jährigen, freiwilligen Vorschule für fünf-bis sechsjährige Kinder. Die Vorschule wurde 1912 eingeführt, setzte sich aber erst in den 1970er Jahren durch und ist für die Kommunen seit 1980 Pflicht. Der Unterricht in der Vorschule, mit mindestens 20 Stunden wöchentlich, wird von pädagogisch ausgebildeten Vorschulklassenleitern durchgeführt. Andere Vorschulaktivitäten sind u.a. sonderpädagogischer Beistand für Kleinkinder mit Sprech- und Sprachschwierigkeiten usw. und seit 1999 eine spezielle Förderung zweisprachiger Kleinkinder, um deren sprachliche Entwicklung im Dänischen zu fördern.

Die Grundschule (folkeskole), an deren Unterricht etwa 88 % aller Kinder teilnehmen, führt von der 1. bis zur 10. Klasse. Die Schülerzahl in einer Klasse darf in der Regel nicht höher als 28 Schüler betragen; 2001 lag die durchschnittliche Klassengröße bei etwa 19 Schülern pro Klasse. Die Leistungen der Grundschule standen in den letzteren Jahren zur Diskussion. Seitens des Staates wie auch der Kommunen arbeitet man zielgerichtet daran, um zum einen eine straffe Ausgabenkontrolle im Zusammenhang mit den künftig zu erwartenden steigenden Schülerzahlen durchzuführen, und um zum anderen die Qualität des Unterrichts allgemein, darunter das fachliche Niveau, zu erhöhen. Tragende Prinzipien des Unterrichts in der Grundschule sind u.a. die Unterrichtsdifferenzierung, wobei man bei der Vorbereitung des Unterrichts von den Voraussetzungen des einzelnen Schülers ausgeht, sowie laufende interne Auswertung und Schülermitbestimmung; letztgenannte wird auch vom Schülerrat wahrgenommen, der in Schulen mit Klassen ab Klassenstufe vier Pflicht ist.

Schulkinder können ihre Freizeit vor und nach dem Unterricht in kommunalen Schulfreizeit-Einrichtungen (skolefritidsordning, SFO) verbringen, die es seit 1984 gibt. Im Schuljahr 1999/2000 waren hier insgesamt 135 000 Kinder angemeldet, die meisten davon aus Vorschulklassen und der 1. bis 3. Klasse. Die Art und Weise, wie die wachsende Zahl zweisprachiger Kinder in den Schulen das Bildungssystem als Ganzes beeinflusst, bestimmt immer mehr die öffentliche Diskussion. Im Schuljahr 1999/2000 gab es an den Grundschulen 47 500 zweisprachige Schüler, was einem prozentualen Anteil von 8,6 % entspricht. Der weitaus größte Teil dieser Schüler kommt aus der Türkei, aus dem Nahen Osten, aus Bosnien oder Pakistan, während knapp 4 000 Schüler aus den anderen nordischen Ländern oder aus einem anderen EU-Land kommen. In den Gemeinden, in denen die Konzentration zweisprachiger Kinder am höchsten ist, machen sie bis zu 38 % der Schüler an den Grundschulen aus.

In Dänemark haben auch die Freien Schulen Tradition, die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreicht und auf drei Prinzipien basiert: dem Elternrecht, in dem das Recht der Eltern festgelegt ist, über Erziehung und Unterricht ihrer Kinder zu bestimmen, dem Minderheitenrecht, das die Möglichkeit gewährleistet, gemäß der eigenen Lebensanschauung zu leben, und der Schulfreiheit, die der Schule Freiheit bezüglich ihrer Ideengrundlage und ihres Betriebs einräumt. Die Freien Schulen haben allerdings einen Unterricht zu leisten, der den allgemein an den Grundschulen erwarteten Zielen entspricht. Anerkannte Freie Schulen erhalten etwa 70 % staatliche Zuschüsse.






 

 
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